Denken Sie positiv! Lächeln!
Kennen Sie diese Slogans? Wahrscheinlich nur zu gut. Aber worüber soll man sich freuen, wenn es wieder ein sonnenloser Tag ist, die Ferien weit weg sind und der Hund sich wieder einmal auf unserem weißen Pullover niedergelassen hat?
Aber hier ist eine gute Information: Positives Denken kann trainiert werden, genau so wie die Muskeln.
Laut Psychologen passieren uns verschiedene Dinge in unserem Leben und sie wiederholen sich normalerweise, so dass wir keine Kontrolle über sie haben, aber was wir beeinflussen können - ist unsere Reaktion darauf! Deshalb ist es wichtig, dass wir Denkmuster entwickeln, die es uns ermöglichen, die Abenteuer des Lebens mit heiler Haut zu überstehen.
Warum lohnt es sich, optimistisch zu sein?
Die Antwort ist einfach - das zahlt sich aus! Die amerikanische Psychologin Kirsten Harrell, die den Internationalen Tag des positiven Denkens ins Leben gerufen hat, hat in ihren wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen, dass das Risiko von Herzkrankheiten, Depressionen, Krebs oder Schlaganfällen je nach Einstellung um bis zu 10 Prozent sinkt. Unser Körper weiß, wann wir weniger gestresst sind und kann darauf reagieren.
Darüber hinaus leiden Optimisten seltener unter Schlafstörungen, neigen weniger zu Burnout, sind motivierter für beruflichen und privaten Erfolg und haben einen größeren Freundeskreis.
Wie wird man ein Optimist?
Ach, wenn es doch nur Universitäten gäbe, an denen wir das lernen könnten! Aber zum Glück gibt es wissenschaftliche Studien und psychologische Materialien, aus denen wir viel für uns selbst lernen können.
Ändern Sie Ihre Denkweise
Laut dem Begründer der Positiven Psychologie ist Optimismus nicht nur Selbstvertrauen oder eine positive Einstellung. Es ist in erster Linie die Fähigkeit, Ereignisse so zu interpretieren, dass wir daraus positiv lernen und weitermachen können. Es ist auch ein Glaube, dass wir alles bewältigen können, was auch immer passiert!
Eine kurze Anleitung zum Optimismus:
- Versuchen Sie, in Harmonie mit sich selbst zu leben - Entgegen dem Anschein ist es nicht so einfach. Aber wenn Sie Ihrer Intuition und Erfahrung vertrauen und lernen, Grenzen zu setzen, werden Sie sich stärker und innerlich kohärenter fühlen.
- Suchen Sie nach dem, was Sie glücklich macht - Dies kann bei jedem anders sein. Manche Menschen laufen gerne einen Halbmarathon, andere setzen sich einfach auf eine Parkbank. Der eine freut sich über eine handgefertigte Keramiktasse, der andere über ein Trekking in den Bergen. Experimentieren Sie, suchen Sie, seien Sie offen für neue Erfahrungen und machen Sie sich keine Sorgen, dass es Ihnen nicht gefallen wird. Sie können sich jederzeit zurückziehen, und vielleicht werden Sie positiv überrascht sein?
- Vertrauen Sie sich selbst - gehen Sie davon aus, dass das, was Sie sich vornehmen, gelingen wird. Und wenn es nicht klappt, ist das kein Weltuntergang, es war einfach nicht der richtige Moment und man muss weitermachen. Jede solche Erfahrung sollte als wertvolle Lektion und nicht als Misserfolg betrachtet werden.
- Üben Sie sich in Dankbarkeit - schaffen Sie sich ein wichtiges Ritual und nehmen Sie sich vor dem Schlafengehen immer 5 Minuten Zeit, um im Kopf eine Liste zu erstellen, wofür Sie heute dankbar sind. Das müssen keine großen Dinge sein, wie ein Lottogewinn. Es reicht schon, dass man ein bequemes Bett hat, ein Nachbar einem ein nettes Lächeln geschenkt hat oder wir es geschafft haben, den rundesten und rotesten Apfel aller Zeiten zu kaufen. Es sind schließlich die kleinen Dinge, aus denen unser Tag oft besteht.
- Hier und jetzt sein - ja, das sagt sich so leicht, das ist so ein trendiger Slogan. Aber wie soll man sich auf den Moment konzentrieren, wenn man in Eile ist, um das Kind vom Kindergarten abzuholen, wenn man sich Gedanken darüber macht, was morgen auf der Arbeit passieren wird, und wenn man noch eine Jacke aus der Wäscherei holen muss, weil sie dort schon seit zwei Wochen auf uns wartet? Nun, wir können das Leben nicht aufhalten, aber wir können für einen Moment zwischen unseren Pflichten innehalten und unseren Hund anlächeln, der wie kaum ein anderer das Hier und Jetzt üben kann. In diesen 5 Minuten sollten wir nur für ihn da sein, das Telefon ausschalten und den Spaziergang mit ihm zusammen genießen.
- Bewegung - leider ist es nicht nur ein leeres Schlagwort, dass Bewegung uns gesund hält. Wenn Sie jedoch nicht die Seele eines Sportlers in sich tragen, planen Sie einfach regelmäßige Spaziergänge von der Arbeit aus, steigen Sie ein paar Stationen früher aus und gehen Sie ein Stück. Es erfrischt den Kopf und trainiert den Körper, um produktiver und gesünder zu sein.
- Umgeben Sie sich mit positiven Menschen - es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass wir wie die Menschen sind, die uns umgeben. Aus Gewohnheit übernehmen wir ihren Denkstil, ihre Weltanschauung und ihre Problemlösung. Deshalb ist es so wichtig, so viele inspirierende, starke und positive Menschen wie möglich um uns herum zu haben, die uns den Wind in die Segel blasen werden.
Ist Optimismus überbewertet?
Schließlich wollen wir mitteilen, dass ein unverbesserlicher Optimist zu sein manchmal schädlich sein kann! Viele Psychologen warnen davor, nur die "helle Seite der Macht" zu sehen, denn das ist einfach eine Verdrehung der Realität. Die Welt ist nicht rosig, nicht schwarz-weiß, sie hat verschiedene Schattierungen, manchmal ist sie besser, manchmal schlechter - und das sollten wir auch erkennen und damit umgehen können.
Wir sollten auch offen für unsere unterschiedlichen Gefühle sein - manchmal sind wir glücklich und manchmal traurig, manchmal ist uns nach Lachen zumute und manchmal nicht, und das ist in Ordnung! Die eigenen Gefühle zu beobachten und sie zuzulassen ist eine äußerst wertvolle Fähigkeit! Betrachten wir also positives Denken als ein Werkzeug für ein besseres Leben, aber versuchen wir nicht, es mit Gewalt anzuwenden.